Amphi Festival 2010: Der Rückblick

von am 2010-08-02, in Events

Insgesamt 16.000 Festivalbesucher waren am vergangenen Wochenende auf dem Kölner Tanzbrunnen zugegen. Schon zum zweiten Mal war somit das Amphi Festival komplett mit Wochenend- und Tagestickets ausverkauft. Diese unglaublich Anzahl an Menschen spürte man erst gegen Abend, wenn jeweils auf den Bühnen die Headliner spielten, am Nachmittag verteilten sich die Massen teils auf den Strand oder ins Theaterhaus.
Ein exklusives Rahmenprogramm, das ausser dem Welle:Erdball-Movie auch einen sehr interessanten Vortrag vom Dr. Mark Benecke (Kriminalbiologe) sowie ein Meet & Greet mit Project Pitchfork beinhaltete.
Beide Festivaltage wiesen ein gutes musikalisches Potpourri aus den verschiedensten Stilrichtungen auf. Nachdem die Gewinner des New Talents Special am Samstag das Festival eröffneten, folgte Din [A] Tod. Hier fanden Anhänger des experimentellen Elektro mit leichten Punk-Nuancen und monotonen Gesang ihren Spass. Mit einer Unterbrechung durch die Rocker End Of Green blieb es weiterhin elektrisch. Ashbury Heights präsentierten nicht nur Songs des neuen Albums „Take Cair Paramour“, auch Neuzugang Kari Berg die an Yasmin‘s Stelle trat, musste sich einem grösseren Publikum stellen, was sie mit ihrer freundlichen, natürlichen Art ohne Schwierigkeiten schaffte. Als nächstes wurde Welle:Erdball gefeiert. Schon bei der Umbaupause wurde es rund um die Bühne merklich eng. Wie immer gab es bei Welle:Erdball nicht nur was zu hören, sondern auch was für‘s Auge. Die Damen in schicken 50‘er Jahre Kleidern, C-64 Musik und einfallsreicher Bühnenkulisse- so begeistern sie jedes mal aufs Neue und so wurden sie auch gefeiert, ein echtes Highlight.
Nach Blutengel und Anne Clark wurde es für den Headliner And One Zeit. Da Steve Naghavi bekannt für Überraschungen ist, war es nicht verwunderlich, dass die Bühne mit Vorhängen umhüllt und mit riesigen Tara enttarnt wurde. Schon 2008 demonstrierten sie auf dem Amphi Festival Ideenreichtum, um die Liveshows attraktiver zu gestalten.
Die von Rheinparkhalle in Staatenhaus umbenannte Halle blieb den gesamten Samstag stark elektronisch, wobei die verschiedenen Bands eine Reichhaltigkeit des Genre von Industrial, Dark Wave bis Elektro-Pop darboten.

Der Sonntag begann recht sonnig, was sich am frühen Abend änderte. Für die ASP Fans wurde es richtig nass von oben, wobei es bei VNV Nation nur Sekundenschauer waren.
Aber das störte die meisten Besucher nicht. Viele hatten sich auf das angekündigte Regenwetter vorbereitet. Der Renner war auf jeden Fall die Regencapes.
Im Staatenhaus wurde jede Menge gerockt. Zwischen Escape with Romeo und Eisbrecher zogen die Horror-Rocker Blitzkid neugierige Besucher an. Ausserdem verzauberten Coppelius dieses Jahr erneut mit Kontrabass,Cello, Klarinette und ihrer verspielten Art. Den Sonntag eröffneten auf der Hauptbühne Ext!ze und die sympathischen Rocker Mono Inc., gefolgt von Rabia Sorda, dem Soloprojekt des Frontmanns der mexikanischen Harsh-Elektroniker Hocico, dessen Bühnenerfahrung zu nutze kam und es bildete sich rasch eine grosse Menschentraube um die Bühne. Mit Leaves‘ Eyes vollzog sich kurzzeitig ein Stilwechsel. Eine geballte Mischung aus Deutsch-norwegischen Symphonic Metal und der charmanten Sängerin Liv Kristine heizten dem Publikum ein. Bevor es dann richtig hart zur Sache ging, ebneten Mesh mit ihren unbeschwerten SynthPop den Weg für Combichrist, die durch ihren brachialen Sound kein Bein ruhig still stehen liessen. Nachdem ASP ihren Auftritt absolvierten wartete eine gigantische Masse an Fans auf den Headliner VNV Nation. Der Tanzbrunnen war bis in die kleinsten Ecken prall gefüllt. Das Konzert selbst war sehr bewegend mit Gänsehaut-Feeling. Zum Schluss war selbst Sänger Ronan Harris beeindruckt, wie das Publikum zum letzten Song „Perpetual“ die Melodie …“Balam Balalalam…“ mitsang.
Pünktlich zum Ende der Show fing es wieder an zu regnen. Viele drängten sich noch ins volle Staatenhaus, wo Eisbrecher spielten, andere machten sich auf den Weg zur Ruhestätte durch die verregnete Nacht.

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