1. Plage Noire

von am 2009-11-25, in Events

Weissenhäuser StrandMit einer Mischung aus Wellness, Herbstwetter, Konzerten und Rahmenprogramm wurden im November die Gäste des Plage Noire verwöhnt. Für circa 4.000 Besucher standen Wohneinheiten, Apartments oder Hotelzimmer zur Verfügung, die maximal 6 Minuten Fussweg von dem Festival-Areal entfernt lagen, was das Wochenende bei Nieselwetter und Wind trotzdem angenehm machte. Das Festivalgelände selbst befand sich, bis auf die Zeltbühne, überdacht im Ferienpark „Weissenhäuser Strand“. Neben einer kleinen Einkaufszeile gab es verschiedene Restaurants, die sich zwischen Schnellimbiss und Italienischen Lokal bewegten. Nur etwas über die Hälfte der zugelassene Höchstbesucherzahl fanden den Weg zum Weissenhäuser Strand, was evtl. an den Ticketpreisen lag. Dadurch fühlte sich das Plage Noire angenehm und entspannend an, keine grosse Hektik, keine langen Schlagen vor den Bühneneingängen oder das nervige Gedrängel. Allerdings kam manchmal das Gefühl auf, sich in einem Hochsicherheitstrackt zu befinden oder in Fort Knox. Unzählige Securitys befanden sich auf dem Gelände, welche die Besucher auf dem kurzen Weg vom Vordereingang zum Zelt oder umgekehrt gleich drei mal kontrollierten. Am meisten wurde aber bei Regen kontrolliert, was viele unangenehm fanden.

Das Programm bot eine Menge Abwechslung. Je nach Lust und Laune konnte man zwischen Musik, Filmvorführung, Lesung oder Autogrammstunden wählen. Um sich nicht zu verirren oder kurzfristig eine andere Bühne zu besuchen, bekam jeder beim Einchecken ein kleinen Pocket-Timetable.
Am Freitag Abend betrat Persephone als erste die die Bühne „Witthüs“ gleich gefolgt von Oswald Henke mit Fetisch:Mensch. Später wurde es mit Rotersand härter und leider auch zu laut. Im Baltic Festsaal konnte der Besucher den Acts wie And Also The Trees oder Anne Clark in angenehmerer Lautstärke ( der räumlichen Gegebenheit entsprechend ) lauschen. Die übergreifendste und beste Stimmung an diesem Abend gab es im Zelt. Schon zu Beginn um 17:00 Uhr bei Mono Inc. war das gesamte Volk in Partystimmung was sich mit Apoptygma Berzerk steigerte, obwohl nicht klar war, wie und mit wem Stephan Groth den Auftritt absolvieren würde, da sich die Band kurz vorher getrennt hatte und das Fortbestehen von Apoptygma Berzerk in den Sternen stand. Einen würdigen Abschluss machte am ersten Festival-Abend ASP.

Samstag begann das Programm schon gegen Mittag. Viele Besucher kamen an den nahe gelegenen Strand und liessen sich während des Strandbummels eine kalte Briese Ostseeluft um die Nase wehen. Da die Besucherzahl ehr übersichtlich war, blieb es nicht aus den ein oder anderen Bekannten zu treffen und man konnte so gemeinsam die angenehme Atmosphäre zu geniessen. Viele zog es zur Witthüs-Bühne, wo Emilie Autumn oder Oswald Henke zur Lesung einluden. Im Baltic Festsaal läuteten Din (A) Tod den elektronischen Abend ein. Danach zog es Fans von Solitary Experiments in den Festsaal, die ihre Hits zum Besten gaben sowie neue Songs präsentierten die vom Publikum gut angenommen wurden. Das mit Abstand beste Konzert gaben Kirlian Camera! Eine Band, die sehr selten auf der Bühne steht und oft wegen ihrer Musik und der Uniformen missverstanden werden.
Mittelalterliche Stimmung verbreitete sich durch Corvus Corax unter den Zuschauern an der Zeltbühne, die zuvor von Fiddlers Green auf den heutigen Abend vorbereitet wurden. Das Schlusslicht hier machten London After Midnight.
Trotz des nur mässig besuchten 1.Plage Noire hoffen wir, dass es im kommenden Jahr fortgesetzt wird und etwas mehr Besucher vom herbstlich- trüben Ambiente mit Sport und Wellness-Angeboten angezogen werden.

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