Konzertbericht: Lost Area / Project Pitchfork im Substage Karlsruhe

von am 2009-05-01, in Events

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Warm war es nicht gerade, als wir vor dem Eingang des Substage am Ettlinger Tor standen, um eingelassen zu werden. Anders sah es am darauf folgenden Tag und doch nur wenige Stunden nach dem Konzert aus! Schwitzende, erschöpfte Fans mit einem Hauch Röte auf den Wangen strömten aus der ehemaligen U-Bahn Station mitten in Karlsruhe gegen 0:30 Uhr.

21:00 Uhr: Pünktlich öffnete das Substage seine Tore. Der Andrang an der Abendkasse – nicht wie man es von Dresden, Chemnitz oder Jena kennt- blieb unerwartet aus. Schon zur Kaskade-Tour wurde das Konzert in der Durlacher Festhalle von Project Pitchfork abgesagt, da nicht genügend Karten im Vorverkauf an den Mann gebracht wurden. Eigentlich unvorstellbar, doch nicht jede Stadt ist mit dem Projekt Mistgabel so intensiv verbunden. Da das Substage ehr klein und schnucklig ist, versprach es keine leere Halle, bot aber genug Platz für die angereisten Fans.
Laut Tour-Plan sollte Heavy Current die „Pitchforker“ begleiten und die wartende Menge einheizen. Leider ist Sänger Jan an einer Kehlkopfentzündung erkrankt und konnte an diesen Abend nicht auftreten. Eigentlich schade, da Heavy Current einen frischen Mix aus wilden Industrial und tanzbaren Punk kreieren, der sich emotionsgeladen und stark im Kopf manifestiert. Innerhalb kürzester Zeit musste ergo eine andere Band ans Ruder. Mit Lost Area fand man eine in Baden-Württemberg heimische Truppe, der nur vier Stunden Zeit blieb bis zum Auftritt. Lost Area: drei Mannen, die sich mit ihren Synthpop in einige Herzen spielten, passend zum Anlass den Coversong “I Live Your Dream“ zum Besten gaben, ne Menge Spass auf der Bühne hatten und sich rührend bei dem Publikum bedankten.
Nach der obligatorischen Umbauphase ging es dann mit der Hamburger Kult-Band Project Pitchfork los. Das kleine Areal vor der Bühne war eng gefüllt von Zuschauern und schon beim reinkommen von Scheubi konnte man die harte Fanfraktion ausmachen. Wie auch in der Vergangenheit schon wurde auch dieses Mal das Konzert mit einen Song des neuen Albums eröffnet. Insgesamt war es aber ehr eine Zeitreise durch 19 Jahre Project Pitchfork.
Teilweise waren Evergreens wie „Lam-`Bras“ neu vertont und abgeändert, was die Songs in neuen Glanz erstrahlen lisst. Die Knaller „Feel!“ und „Darkness“ schmiegten sich in das musikalische Programm und wurden vom Publikum durchweg positiv angenommen. Nicht nur dass Peter Spilles (Sänger und Frontmann) an diesen Abend gut gelaunt war und mehr als gewohnt mit den Zuschauern witzelte, er schmiss kichernd bei „Nasty Habit“ weisse Plüsch-Hasen von der Bühne. Ab und an verwendete er sein Mikro als Stick, um Drummer Achim in seinen fleissigen Tun am Schlagzeug zu unterstützen, der ein Hammer Solo ablieferte. Die Ausleuchtung war perfekt, wenn man Scheubis Gesicht genauer betrachtete, leuchteten einige Stellen Neonfarben, so dass er Ähnlichkeit mit der Holzpuppe von „SAW“ hatte. Nach zwei Zugaben war dann der Spuck vorbei und man konnte sich langsam durchgeschwitzt auf den Heimweg machen, ein wenig dem grade Erlebten nachhängen.

Fazit: Wieder einmal ein super Konzert, dass in kleinen Rahmen statt fand. Dieses Mal lockerer den je, ein Wunder dass alles heil geblieben ist. 🙂

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